Rückblick

In unserem Archiv finden Sie ältere Ausgaben des Heinrich-Barth-Kuriers und zurückliegende Veranstaltungen unserer Gesellschaft (siehe unten).

Heinrich-Barth-Kurier (ältere Ausgaben seit 2006)

Heft 1 / 2009

Bombay (Indien) am 26.11.2008: Jürgen und Daphne Schmidt finden einen plötzlichen Tod durch einen Terroranschlag in Bombay. Rudolph Kuper erinnert sich in einem persönlichen Nachruf an die gemeinsame Zeit: ein Abschied.

Köln: Tilman Lenssen-Erz berichtet über die aktuelle universitäre Entwicklung der Afrika-Studien. "Culture and Environment in Africa" (CEA) steht für einen neuen Master-Studiengang, der gerade erst mit den ersten Studierenden angelaufen ist.

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Sudan: Friederike Jesse schreibt ­ exklusiv - erstmals über die sensationellen Ergebnisse ihrer letzten Forschungskampagne im Wadi Howar im Sudan.

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Das besondere Objekt aus Kamerun: Um nicht ganz aus dem Bewusstsein der HBG-Mitglieder zu verschwinden, wird in jedem Kurier bis zur Neueröffnung des Rautenstrauch-Joest-Museums ein Objekt der Sammlung vorgestellt, das für das Verständnis von Geschichte und Kultur Afrikas von herausragender Bedeutung ist. Klaus Schneider berichtet über eine lefem-Skulptur aus Kamerun.

Heft 1 / 2008

Ost-Sahara (Libyen, Ägypten, Tschad, Sudan): Selbst in den entlegensten Wüstengebieten hat die Zerstörung der Naturlandschaft und ihres kulturellen Erbes erschreckende Ausmaße angenommen. Rudolph Kuper schildert Ursachen und Auswirkungen dieser Verluste, zeigt aber auch Hoffnung machende Ansätze, wie diesem schleichenden Prozeß begegnet werden kann. Hierzu zählt die Nominierung von Schutzgebieten und deren Aufnahme die Liste des Weltkulturerbes ebenso, wie die lokale Ausbilung zertifizierter Touristenführer oder das vom Heinrich-Barth-Institut gemeinsam mit dem Ägyptischen Antikendienst begonnene Projekt eines "Wüstenmuseums" in Dachla. In dieser Bildungseinrichtung sollen sowohl einheimischen Schulkindern, als auch ausländischen Reisenden Wesen und Werte der Wüste vermittelt und die Zusammenhänge zwischen Umwelt- und Kulturentwicklung aufgezeigt werden.

Ägypten: In der Oase Dachla wird ein "Wüstenmuseum" entstehen; Renate Eichholz schildert die Rahmenbedingungen dieses internationalen Projektes und erläutert Konzeption und Umsetzung des "Ahmed Fakhri Desert Museum Dakhla". Das Leitthema "Wasser - Weide - Wüste" ist der Ausgangspunkt, von dem aus der Besucher auf eine Zeitreise geschickt wird und die Landschaftsformen der Wüste als geologisches Bilderbuch präsentiert werden. Auf seiner Reise begleitet er die Menschen bei ihrer seit Jahrtausenden währenden Auseinandersetzung mit einer Umwelt, die langsam aber sicher immer lebensfeindlicher wurde. Die Besucher mögen das Museum mit einem geschärften Bewusstsein für den Schutz der Wüste mit ihrem Natur- und Kulturerbe verlassen.

Namibia: Tillman Lenssen-Erz berichtet über die unglaubliche dokumentarische Leistung des Grafikers Harald Pager, der über einen Zeitraum von sieben Jahren seines Lebens etwa 50.000 prähistorische Felsbilder an fast 900 Fundstellen auf mehr als 6 km übertragen hat.

Das besondere Objekt aus Kamerun: Um nicht ganz aus dem Bewusstsein der HBG-Mitglieder zu verschwinden, wird in jedem Kurier bis zur Neueröffnung des Rautenstrauch-Joest-Museums ein Objekt der Sammlung vorgestellt, das für das Verständnis von Geschichte und Kultur Afrikas von herausragender Bedeutung ist. Klaus Schneider berichtet zu Beginn dieser Serie über den Thron von König Njoya aus Kamerun.

Köln: Reinhard Klein-Arendt und Birthe Karthage zeichnen ein Portrait der AfrikaConsulting in Köln. Mit ihrer Arbeit schlafen sie eine Brücke zwischen Wissenschaft und "breiter Öffentlichkeit" und bewerkstelligen so einen Wissenstransfer aus der Forschung in die berufliche Praxis und umgekehrt.

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Heft 2 / 2007

Namibia: Im September 2007 war die Fundstelle "Apollo 11", bereits 1969 nach der geglückten Rückkehr der Astronauten von dem damaligen Archäologen Wolfgang E. Wendt so benannt, erneut Ziel archäologischer Untersuchungen. Datierungen bemalter Steinplatten, die in eine Zeit von vor etwa 30.000 Jahren verweisen, sollen mit Hilfe neuer Verfahren geprüft werden. Ralf Vogelsang berichtet über diese einzigartige Fundstelle mit ihrer mehr als 100.000 jährigen Abfolge von Siedlungsschichten. Kein anderer Fundort spiegelt die prähistorische Vergangenheit Namibias vollständiger wieder und ermöglicht so die detaillierte chronologische Einordnung der dinglichen Hinterlassenschaft des frühen modernen Menschen.

Ägypten: Die dinglichen Hinterlassenschaften der Menschen an ihren Siedlungsplätzen werden mit Methoden der Archäologie erforscht und vermitteln uns tiefe Einsichten in die Lebensumwelt der Bewohner. Aber auch die Hinterlassenschaften der domestizierten tierischen Mitbewohner erlauben interessante Einblicke. Heiko Riemer berichtet über die Untersuchung von ausgesiebten Tierkötteln (Koprolithen) mit dem Ziel, afrikanische Tierarten anhand ihres Dungs zu identifizieren.

Mali: Barbara Rocksloh-Papendieck schildert Verlauf und Erfolg einer von Mitte 2004 bis März 2007 dauernden Kampagne gegen die genitale Verstümmelung junger Mädchen im Binnendelta des Niger. Die Beschneidung war hier jahrhundertelang traditionell fest verankert. Trotzdem wurde bereits Ende Februar 2004 beschlossen, mit drei Hebammen als Schlüsselpersonen die Beschneidung der Mädchen abzuschaffen.

Heft 1 / 2007

Ägypten / Libyen / Sudan: Der mit 1.800 m Inselberg "Jebel Quenat" ist die höchste Erhebung der gesamten östlichen Sahara und liegt inmitten des geplanten gleichnamigen trinationalen Parkes. Rudolph Kuper berichtet über die Ergebnisse archäologischer Erkundungen und die Bemühungen, den Berg und sein umgebendes Gebiet in die Welt-Kulturerbe-Liste aufzunehmen

Tschad / Sudan / Ägypten: Eine trinationale Route bereiste Meike Meerpohl an Bord eines Wüstenschiffes: 1000 km durch vegetationslose Wüste, von Tiné im Nordosten des Tschad nach Libyen zur Oase Kufra. Kamelhandel und die Karawanenwege sind ihr Forschungsthema; fesselnd erzählt sie ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zu Management, Logistik, Risiken und Wegstrecke dieser 15-tägigen Reise.

Heinrich Barth - eine Briefedition: Über den Stand des Editionsprojektes informiert Sabine Voßkamp. Angestrebt wird eine möglichst vollständige Erfassung der Korrespondenz in Archiven des In- und Auslandes. Ein bislang schwer zugänglicher Quellenbestand wird damit der Wissenschaft zugänglich, ermöglicht aber auch Laien eine rasche und umfassende Orientierung.

Köln: Viele afrikanische Migrantinnen und Migranten im Kölner Raum unterstützen Mensch in ihrer Heimat durch entwicklungspolitische Projekte und andere Kontakte. Um dieses Engagement zu fördern fand am 27. Januar 2007 die 1. Kölner Regionalkonferenz afrikanischer Vereine und Eine-Welt-Initiativen statt. Clara Himmelheber berichtet über Ablauf und Ergebnisse.

Land of the Flying Masks
Christopher D. Roy, Thomas Wheelock: Land of the Flying Masks. Art & Culture in Burkina Faso.

Niger: Renate Eichholz informiert über ein aktuelles Projekt der Jutta-Vogel-Stiftung: die Instandsetzung des Heinrich-Barth-Hauses in Agadez mit dem Ziel, künftig einen regelrechten kleinen Museumsbetrieb zu ermöglichen. Das Haus wird daher von Grund auf instandgesetzt und mit Elektrizität versorgt. Eingebunden in touristische Konzepte und die Kooperation mit Schulen in Agadez soll es dem Erhalt des kulturellen Erbes und dem Dialog der Kulturen dienen.

Burkina Faso: Klaus Schneider vermittelt in seinem Vorwort zu einem kürzlich erschienenen Buch über Kunst und Kultur aus dem "Land der fliegenden Masken" faszinierende Einblicke.

Heft: 2 / 2006

Sudan: Im Gebiet des 4. Nilkataraktes entsteht ein 9 km langer Nilstaudamm, durch den schon 2008 ein etwa 170 km langer künstlicher See aufgestaut wird. Hans-Peter Wotzka schildert den Verlauf der am 13./14. Juli 2006 im Rautenstrauch-Joest-Museum ausgerichteten archäologischen Fachtagung und die prekäre Lage der von dem Umsiedlungsprogramm betroffenen Bevölkerungsgruppen.

Libysche Wüste: Pharao Cheops ensandte vor mehr als viereinhalb tausend Jahren drei Expeditionen in die westliche Wüste Ägyptens, deren Artefakte 60 km westliche der Oase Dachla gefunden wurden. Die Ergebnisse der dreimonatigen Grabungskampagne schildern Gregor Wagner, Kristin Heller und Peter Schönfeld.

El Kharafish: Der Fund eines Holstückes auf einem Kalksteinplateau nördlich der Oase Dachla führte zu weiteren Untersuchungen und Experimenten. Der zunächst banal erscheinende Holzstock entpuppte sich als Unterlieger eines etwa 4000 Jahre alten Feuerbohrers. Heiko Riemer, Stefanie Nußbaum und Hubert Berke berichten von den Ergebnissen und den praktischen Erfahrungen mit dem experimentellen Nachbau dieses antiken Feuerzeugs.

Senegal: Der frühere Staatschef Léopold Sédar Senghor eröffnete 1966 das erste "Festival Mondial des Arts Nègres". Im April 2006 bereisten Clara Himmelheber und Adelheid Wessler den Senegal und berichten von ihren Eindrücken des neuen Festivals vom 14. April 2006 und der erstaunlichen Renaissance von Senghors Idee der Négritude.

Botswana: Zertifizierender Workshop für lokale Touristenführer zum Thema Felskunst in den Tsodilo Hills im Norden Botswanas. Bericht von Marie-Theres Erz.

Peter Stepan: Picasso und die afrikanische Kunst.

Heft 1 / 2006

Zum "Jahr der Wüste" weist Renate Eichholz (die wie immer die Redaktion des Kuriers professionell geleitet und zusammen mit Ursula Tegtmeier gestaltet hat) auf einige dazu passende Aktivitäten hin und stellt die große Ausstellung "Die Wüste" in Rosenheim vor, die von unserem Vorstandsmitglied Rudolph Kuper mit kuratiert wurde.

Die mündlichen Traditionen der San im südlichen Afrika hat in Bezug auf die Bewältigung von Existenzkrisen Tilman Lenssen-Erz untersucht.

Die "Rose von Jericho" ist vielen Wüstenreisenden und -liebhabern wohl bekannt. Stefanie Nußbaum klärt uns auf über dieses Naturphänomen.

Karin Kindermann und Heiko Riemer berichten, was im Expeditionshaus des Heinrich-Barth-Instituts e.V. im ägyptischen Dachla praktische wissenschaftliche Arbeit bedeuten kann.

Ein bislang sehr vernachlässigtes Kapitel in der Forschungsgeschichte zu Heinrich Barth beschäftigt sich schließlich mit dem Aufenthalt Barths in Agadez im Niger und den Objekten, die im dortigen Barth-Haus noch vorhanden sind. Julia Winckler hat sich im Rahmen eines längeren Forschungsprojektes "Auf den Spuren von Heinrich Barth in Niger" bewegt.

Zurückliegende Veranstaltungen

Archäologie – Ethnologie – Geographie – Kunst – Architektur – Literatur

7. März 2008

Lesung aus "Homers Heimat - Der Kampf um Troja und seine realen Hintergründe"

Am 7. März um 20.00 Uhr las der international hoch geschätzte österreichische Schriftsteller Raoul Schrott in der Kunststation St. Peter, unmittelbar neben dem Neubau des RJM, aus seinem neuen sensationellen Buch "Homers Heimat - Der Kampf um Troja und seine realen Hintergründe" über Homer und den trojanischen Krieg.
Der Lesung schloß sich ein Streitgespräch mit dem Altertumswissenschaftler Prof. Dr. Edzard Visser von der Universität Basel an. Moderator des Abends war Pater Friedhelm Mennekes S.J.

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17.11.2007

Jahreshauptversammlung 2007

15.11.2007

"Die fünfte Welt - Raoul Schrott und die Wüste"
Lesung und Erzählung von Raoul Schrott im Sonderausstellungsraum und Treppenhaus

Den "letzten weißen Fleck" im Atlas der Erde zu beschreiben, die höchstwahrscheinlich letzte noch unentdeckte Region dieser Welt zu bereisen - das ist bei Raoul Schrott keine literarische Fiktion. Zusammen mit einer wissenschaftlichen Expedition der Universität Köln, deren Ergebnisse in der aktuellen Sonderausstellung des Museums präsentiert werden, hat er sich in einen der entlegensten Orte der Welt im Länderdreieck von Tschad, Sudan und Libyen aufgemacht. In seinem "Logbuch" beschreibt er seine Reise, die von der Millionenstadt N´Djamena über das Ennedi, eine der schönsten Landschaften dieser Erde, bis zum letzten Außenposten der Zivilisation führte: dem verlassenen Fremdenlegionärsfort Agoza.

19.11.2006

Picasso´s Collection of African & Oceanic Art
Dr. Peter Stepan: Picasso´s Collection of African & Oceanic Art".

"Picasso und die afrikanische Kunst"
Neue Aspekte zum Afrikabezug des Künstlers

(Dr. Peter Stepan, München)

Dr. Peter Stepan, freier Autor und Mitarbeiter des renommierten Prestel-Verlags in München, Herausgeber mehrerer Bücher zur Afrikanischen Kunst, hat nach langjährigen Forschungen ein großartiges Buch über "Picasso´s Collection of African & Oceanic Art" geschrieben, das soeben zur Buchmesse Frankfurt erschienen ist. Zum ersten Mal ist es einem Autor gelungen, die komplette Sammlung afrikanischer Objekte Picassos zu dokumentieren und jedes einzelne Stück in einen Zusammenhang mit den persönlichen Beziehungen des Künstlers zur außereuropäischen Kunst zu bringen.

18.11.2006

Mitgliederversammlung

im Vortragssaal des Rautenstrauch-Joest-Museums in Köln; anschließend zwangloses Zusammentreffen mit Herrn Dr. Stepan im Restaurant "Da Franco" am Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt.

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